Städte

Coyaique

Coyaique ist das Zentrum der Region Aisén und hat ca. 55.000 Einwohner. Wir waren ein paar Tage da, ursprünglich um den Nationalpark anzusehen. Dazu ist es aus gesundheitlichen Gründen (Kontaktlinsenstress und Augeninfektion) leider nicht gekommen, aber wir sind zum Glück vorher zumindest noch etwas in der Stadt und Umgebung herumgelaufen.

Coyaique

Die Stadt liegt zwischen steil aufragenden Bergen. Eine der Sehenswürdigkeiten ist der Piedra de Indio, ein Stein in Form eines Indianerprofils. Wir wohnten nur ein paar Meter entfernt.

Coyaique Indio

Hier ein paar Fotos von unserem weiteren Spaziergang entlang der Strasse nach Norden und der Busfahrt zum Flughafen.

Coyaique Landschaft

Soviel zu Coyaique. Von hier ging es mit dem Flugzeug zurueck nach Santiago.

Coyaique Sonnenuntergang

Osorno / Puyehue Nationalpark

Die Stadt Osorno haben wir hauptsächlich als Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Puyehue genutzt. Von hier sind es ca. 2 Stunden mit dem Bus zur Basisstation im Park, wo sich neben einigen mietbaren Blockhütten auch ein aus heißen Quellen gespeistes Schwimmbad befindet. Interessanter fanden wir die gut markierten Trekkingpfade, die ebenfalls hier starten.

Puyehue, Pfad

Trotz seiner Kürze (ein Spaziergang von 1200 m ohne Steigungen) liefert der direkt hinter den Quellen beginnende erstee Pfad einen guten Vorgeschmack. Man bekommt einige beeindruckende Bäume sowie die Stromschnellen des in der Nähe fließenden Flusses zu sehen. Auf diesen trifft man auch bei einer Umrundung der Basis in die andere Richtung.

Puyehue, Blüte

Der beste der kurzen Pfade ist 3600 m lang und beginnt hinter der Autobrücke auf der rechten Seite. Er führt auf dem gesamten Weg steil nach oben, nach 1800 Metern bietet sich ein spektakulärer Ausblick über die Umgebung. Dann steht der Rückweg auf dem selben, ebenfalls sehr gut markierten, Pfad an. Auf dem Weg sieht man riesige Bäume, viele Vögel und bekommt einen guten Eindruck von der Dichte des Waldes und der Umgebung. Ich fühlte mich zum ersten Mal auf der Reise wirklich wie in der Natur.

Puyehue Top

Valdivia

Valdivia ist zwar klein, hat aber definitiv Flair und ist einen Besuch wert. Sie liegt nahe der Mündung einiger Flüsse und hat einen Flusshafen mit dem obligatorischen Fischmarkt, an dem neben Fischverkäufern und einigen Touristenbooten auch Seelöwen rumhängen.

Valdivia Port

Außerhalb der Stadt, die vor allem aufgrund des dramatischen Erd- und Seebebens in den 1960er Jahren bekannt ist, gibt es eine beeindruckende Flusslandschaft. Es ist schon erheblich grüner als in der Gegend um Santiago und die Region ist gepraegt von der Holzverwertung.

In der Umgebung gibt es einige Ruinen spanischer Forts, die wir an zwei Tagen mit einer Bustour und einer längeren Tour mit einem Boot besichtigt haben. Zu sehen gibt es neben der tollen Landschaft auf dem Weg vor allem die Kanonen, denn fast alle Gebäude sind verschwunden, meist stehen nur noch die äußeren Festungsmauern.

Valdivia Fort

Concepción

In der hauptsächlich für ihre Universität bekannten Stadt Concepción steht nicht gerade der Eiffelturm. Wir sind etwas durch die Innenstadt gelaufen und haben ansonsten eher die Umgebung der Stadt besucht. Mit dem Bus ging’s problemlos in etwa einer Stunde nach Lota, um die seit geraumer Zeit stillgelegten Kohleminen anzusehen. In Lota scheint sonst auch nicht viel los zu sein, aber immerhin gibt es das Meer:

Lota

Also ging es ziemlich direkt in die Kohlemine, man kann problemlos von der Haltestelle zu Fuß hinlaufen. Die Führungen machen ehemalige Minenarbeiter, die eindringlich von den schlechten Arbeitsbedingungen in der Mine zu berichten wissen. Hier sind wir am Eingang der Mine:

Lota Kohlemine

Im Anschluß sind wir in einer gefühlt endlosen Busfahrt in die Hafenstadt Talcahuano gefahren und dort im Halbschlaf am Hafen angekommen. Auf einer Hafenrundfahrt kann man die imposante Seelöwenkolonie und einige Schiffe sehen, auch ein von den Peruanern im Salpeterkrieg erbeutetes Kriegsschiff, falls man auf sowas steht.

Seeloewen, Talcahuano

Interessanter ist es, den Seelöwen am Fischmarkt zuzusehen, die von den Fischern mit Fischresten in großen Mengen besänftigt werden und diese gierig verschlingen. Der Hafen ist ganz nett und man kann sich in der Markthalle gegenüber mit Meeresfrüchten aller Art für die Rückfahrt stärken.

Hafen Talcahuano

Valparaiso

Ursprünglich sind wir nach Valparaiso gekommen, um der Hitze in Santiago für ein paar Tage zu entfliehen und sie an der Pazifikküste zu genießen. Die für ihren wichtigen Hafen bekannte Stadt verfügt selber nicht über einen Strand, aber auf den waren wir eh nicht sonderlich scharf. (Wer das ist, kann den in der Schwesterstadt Viña del Mar besuchen. Sonderlich hübsch ist er nicht, aber der Pazifik sorgt für ordentliche Wellen.) Am Hafen wohnen auch zwei alte Seelöwen, von haben wir mittlerweile allerdings schon einige an allen möglichen Orten gesehen.

Da die Berge in Valparaiso direkt am Meer beginnen ist die Stadt sehr vertikal gebaut, es gibt etliche verschiedene Hügel und überall kleine Gebäude, die an ihnen kleben:

Valparaiso

Das bedeutet natürlich, dass man entweder viele Treppen laufen, oder mit einem der alten Aufzüge fahren muss. Hier ein Eindruck von so einem Ding:

Aufzug, Valpa

Essen am Markt, eine Hafenrundfahrt und das Nachtleben, z.B. im Mascara, waren ziemlich cool.