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Cajón del Maipo

Kurz vor dem Rückflug habe ich von Santiago aus noch einen zweitägigen Abstecher zum Cajón del Maipo gemacht. Die trockene Landschaft am Rande der Anden wird von einem Canyon bestimmt, den der Fluss Maipo tief in die Berge geschnitten hat.

Maipo

Von Santiago aus kann man problemlos in weniger als 2 Stunden mit dem Bus in die Region um San José de Maipo fahren. Selbst im sp-ten Sommer ist mit den größeren der reissenden Fluesse der Region nicht zu spassen, donnernd schießt das braune Wasser zwischen den Felsen durch. Wir sind dem Flussbett eines kleineren Nebenflusses gegen den Strom weiter nach oben in die Berge gefolgt.

Canyon

Die Landschaft ist bis auf das grünere direkte Umfeld der Flüsse von Kakteen und dornigem Gestrüpp geprägt. Man findet Eidechsen und Vogelspinnen, mit etwas Geduld und vorsichtigem Vorgehen selten auch Schlangen. Sobald man etwas Essbares auspackt sollte man auf die Wespen vorbereitet sein, die das Gebiet massenweise bevölkern.

Vogelspinne

Die Region ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Bewohner der nahen Metropole Santiago, und die Natur ist keinesfalls unberührt. Überall findet man Feuerstellen und oft auch Müll, den Camper zurückgelassen haben. Wenn man nicht gerade in der Hochsaison und Ferienzeit (Januar und Februar) kommt findet man aber auch in der Nähe der Straßen schöne Stellen, die man für sich allein hat.

Eidechse

Meulín, Chiloé

Von Castro auf Chiloé aus sind wir mit Bus und Fähre nach Achao gefahren. Dort ist nicht mehr viel außer Strand und einer Kirche, aber wir wollten’s diesmal richtig wissen und sind mit einem gerade im Hafen liegenden Boot nach Rücksprache mit dem Bootsmann weitergefahren. Auf der Überfahrt (ca 2 Stunden) wird es wegen des Seewindes auch bei sonnigem Wetter sehr frisch, wir mussten uns mit mehreren Lagen Kleidung sowie Wein etwas wärmen.

Beiboot

So kamen wir auf die Insel Meulín, wo wir uns von Don Manuel wie vorher abgesprochen eine Cabaña für 5 Leute gemietet haben. Strom gibt’s nur abends aus dem Generator, fließendes Wasser unregelmäßig (und, da wir kein Gas hatten, nur kalt). Dafür Ruhe, Abgeschiedenheit und eine schöne Küste mit Felsen, Fischerbooten und der obligatorischen Lachsfarm.

Meulin

Auf der Insel kann man nur das Nötigste kaufen, wir hatten aber vorher gefragt und daher u.a. einige Dinge für eine gute Grillsession mitgebracht. Am nächsten Tag wurde die Küste der Umgebung erkundet. Hier einige Eindrücke:

Seevogel
Seevogel

Boote
Boote am Strand

Auf der Insel kamen wir uns schon fremd vor, es war soetwas wie eine andere Welt.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Die 3 Tage waren wunderbar, und auf dem Rückweg sehnte ich mich gerade wieder ein wenig nach Zivilisation.

Castro, Chiloé

Castro ist die Hauptstadt der Insel Chiloé, die man von Norden aus über Puerto Montt problemlos mit einer Fähre erreichen kann. Sie liegt wie viele der von uns bereisten chilenischen Städte am Meer und es gibt einige günstige Unterkünfte mit fantastischem Ausblick sowie günstige Restaurants mit guten Meeresfrüchten. Die Stadt hat außer der Kathedrale nicht viel wirklich Sehenswertes, aber eine nette Atmosphäre und viele schöne Gebäude, die im typischen Baustiel der Insel mit einer Art Holzziegeln verkleidet sind. Hier ein Bild der Kirche in Achao mit den Holzziegeln:

Chiloe Kirche

Von Castro aus kann man außerdem den Südteil des Nationalparks Chiloé mit dem Bus erreichen. Die Landschaft erinnert an Heide, viele der Bäume sind mit Moos und Flechten dicht bewachsen. Die Pfade, die an der Besucherbasis beginnen, sind allerdings nicht umbedingt spektakulär. Einer führt z.B. über ca. 1,5 km zum durch Dünen vom Park getrennten Strand.

Chiloe Strand

Der andere verliert sich auf dem Weg zu einem See durch nur an wenigen Stellen interessante Heidelandschaft. Wir haben den Zugang zum See schließlich über den anderen Weg an der Straße entlang gefunden, toll war es da nicht. Daher hier nur ein Bild von der Straße in Nahaufnahme. ;)

Chiloe Raupe

Der See direkt am Parkeingang ist schon besser. Um den Park wirklich zu genießen muss man wahrscheinlich mit eigenem Fahrzeug anreisen oder auf mehrtägigen Touren tiefer hineinkommen.

Chiloe Raupe